Das Zelt 🏕️
Das Zelt ist dein Zuhause in der Wildnis – Schutz vor Wind, Regen und Kälte und gleichzeitig der Ort, an dem du nach einem langen Tag zur Ruhe kommst. Umso wichtiger ist es, bei der Wahl des Zeltes auf Qualität, Wetterfestigkeit und Praxistauglichkeit zu achten. Bevor du dich für ein Modell entscheidest, solltest du dir ein paar grundlegende Fragen stellen – denn auch Komfort, Gewicht und Funktionalität machen unterwegs einen großen Unterschied:
Wetterfestigkeit: Wassersäule, Windstabilität und Belüftung sind entscheidend für erholsame Nächte.
Was bedeutet die Wassersäule?
Die Wassersäule gibt an, wie wasserdicht das Material eines Zeltes ist. Sie beschreibt, wie viel Wasserdruck der Stoff aushält, bevor Wasser hindurchdringt. Gemessen wird sie in Millimetern (mm).
Faustregel: Je höher die Zahl, desto besser der Regenschutz.
- ab ca. 1.500 mm → wasserdicht bei leichtem Regen
- 3.000 mm und mehr → gut für längeren Regen und wechselhaftes Wetter
- Boden: lieber etwas mehr → wichtig, da hier zusätzlicher Druck durch Körpergewicht entsteht
Personenanzahl: Wie viele Personen sollen im Zelt schlafen? Lieber etwas mehr Platz einplanen als zu knapp.
Zeltart: Kuppelzelt, Tunnelzelt , Wurfzelt oder freistehend – je nach Reiseziel, Wetterbedingungen und Bodenbeschaffenheit.
Aufbau: Wie schnell und unkompliziert lässt sich das Zelt aufbauen, auch bei Wind oder Regen?
Gewicht: Besonders wichtig bei Wanderungen und Mehrtagestouren – jedes Kilo zählt.
Packmaß: Passt das Zelt gut in oder an den Rucksack und lässt es sich kompakt verstauen?
Meine persönliche Zeltwahl:
Ich habe mich für das Grand Canyon Cardova 1 entschieden – vor allem wegen seines geringen Gewichts von nur 2,2 kg und des kleinen Packmaßes, wodurch es sich problemlos außen am Rucksack befestigen ließ. Gerade auf längeren Wanderungen ein großer Vorteil.
Mit einer Wassersäule von 3000 mm am Außenzelt und 4000 mm am Boden ist es zuverlässig wetterfest und hat uns auch bei starkem Regen nicht im Stich gelassen. Offiziell ist es ein 1-Personen-Zelt, bietet aber ausreichend Platz für zwei Personen, wenn man etwas enger zusammenrückt. Rucksäcke und Schuhe lassen sich ebenfalls noch unterbringen, auch wenn es dann etwas gemütlicher wird.
Der einzige kleine Nachteil auf unserem Trip waren die Heringe, da der steinige Untergrund das Abspannen teilweise erschwert hat. Ein selbststehendes Zelt wäre hier komfortabler gewesen – allerdings auch deutlich teurer. Da wir bewusst sparen wollten, war das Cardova 1 für uns die perfekte Wahl, die wir auch im Nachhinein nicht bereut haben.
